27.02.20254min

KI ganz konkret: Wie künstliche Intelligenz in der Otto Group Customer Experience und E-Commerce verbessert

KI ganz konkret: Wie künstliche Intelligenz in der Otto Group Customer Experience und E-Commerce verbessert
KI ganz konkret: Wie künstliche Intelligenz in der Otto Group Customer Experience und E-Commerce verbessert

Generative KI: Hype-Cycle oder Lösung aller Probleme? Es scheint derzeit mehr Stimmen und Meinungen zum wirklichen Wert der KI zu geben als konkrete Ideen und Umsetzungen. Dabei gilt wie so oft: Kommt darauf an, was man daraus macht. Die Otto Group zeigt mit drei konkreten Use Cases im E-Commerce, wie es geht.
„Ja, es ist wie immer ein Hype-Cycle, wie immer bei Technologien, aber dieser läuft viel schneller. Wir sprechen von zwei bis drei Jahren, bis wir eine hohe Anzahl an Anwendungen in der täglichen operativen Arbeit sehen können“, sagte Dr. Sebastian Walter, VP Digital & Consulting der Otto Group, bei den Innovation Insights, einem neuen Format, bei dem die Otto Group den strategischen Stellenwert der KI und drei konkrete Use Cases aus den Konzernunternehmen Manufactum, der Witt Gruppe und Bonprix rund zwanzig Journalist*innen vorstellte. KI steht dabei im Fokus der Innovationsausrichtung der Otto Group. Bedeutet dies, dass die Otto Group eine „AI-first company“ wird? Nein, das ist nicht das Ziel, erklärte Sebastian Walter: „Unser Ziel ist, eine ‚customer-first company‘ zu bleiben. Wir setzen also KI verantwortlich und immer im Sinne der Kund*innen und der Mitarbeitenden ein.“

Digitale Beratungsexzellenz und ein neuer Tech-Dienstleister
Das erste Beispiel für eine kundenfokussierte KI-Anwendung stellten Alexander Peters, Geschäftsführer Manufactum und Katrin Behrens, Geschäftsführerin des neuen Tech-Dienstleister One.O der Otto Group, vor. Wer schon mal in den Warenhäusern von Manufactum gestöbert hat, kennt die besondere Beratungskompetenz im Warenhaus der „guten Dinge“. Mit dem neuen KI-basierten „Einkaufsberater“ wird diese Beratungskompetenz nun digital adaptiert. „Der Kunde fragt zum Beispiel ‚Ich möchte Apfelmus machen. Wie passiere ich diesen am besten?‘. Der Einkaufsberater greift diese Frage auf und berät daraufhin wie in einem menschlichen Beratungsgespräch“, erklärte Alexander Peters anhand der App. Die App-Nutzer*innen erhalten so einen neuen, inspirierenden Einstieg in die besondere Produkt- und Themenwelt und können intuitiv in natürlicher Sprache Fragen stellen. 

Entwickelt wurde das KI-Tool mit Otto Group One.O, dem neuen zentralen Dienstleister für Technologie- und Strategieberatung in der Otto Group. Diesen stellte Katrin Behrens erstmals vor: „Um diese Lösungen im Konzern zu entwickeln und für alle Konzernunternehmen zur Verfügung zu stellen, hat die Otto Group den Dienstleister One.O gegründet, der aus dem Tech-Dienstleister Otto Group Solution Provider (OSP) sowie den Otto Group Holding Bereichen Otto Group Information Technology und Digital & Consulting hervorgegangen ist.” Otto Group One.O liefert End-to-End Services entlang der digitalen Wertschöpfungskette für die Otto Group und externe Unternehmen. Ein starker neuer Partner für digitale Transformation und Begleiter in der KI-Ära!

Witt-Gruppe: Mehr Sichtbarkeit in Suchmaschinen mit Hilfe von generativer KI
Andreas Hofmeister, Data Scientist in der Witt-Gruppe, zeigte anschließend, wie das Unternehmen Produktbeschreibungen optimiert, um eine bessere Sichtbarkeit in Suchmaschinen zu erreichen – ein wesentlicher Erfolgsfaktor im E-Commerce. Derzeit bleiben noch relevante Suchbegriffe ungenutzt, da sie nicht explizit in Produkttiteln oder -beschreibungen enthalten sind. Das gilt insbesondere für spitzere Zielgruppen, wie sie die Witt-Gruppe mit Menschen ab 50 Jahren bedient, und entsprechende Suchbegriffe wie etwa „Brautmutterkleider“. Dafür analysiert die Witt-Gruppe KI-gestützt zunächst bestehende Produktdaten sowie SEO-Datenbanken, um relevante Suchbegriffe mit hohem Nachfragepotenzial zu identifizieren. Auf dieser Basis erstellt GenAI automatisiert suchmaschinenoptimierte Produktbeschreibungen, angepasst an Keywords, Produktmerkmale und Bildinhalte für maximale Relevanz und Wirkung. Die generierten Datenfeeds werden direkt, regelmäßig und vollständig automatisiert in das Content-Management-System des Webshops integriert.

Digitale Produktentwicklung: „Fashion Creation App“ von Bonprix inspiriert beim Modedesign
Gibt es eigentlich Innovationen bei der Gestaltung neuer Fashion-Styles und Kleidung? Ja, auch hier hat die Otto Group Use Cases für KI ausgemacht und entwickelt. Bonprix setzt auf digitale Produktenwicklung und verfolgt das Ziel, den gesamten Produktentwicklungsprozess vollständig zu digitalisieren – von der Designidee über Fitting in 3D und Erfolgsprognose mit KI bis hin zur virtuellen Anprobe im Onlineshop. Jessica Külper, Head of Consulting & Innovation, und Ghazal Mohammadi, Data Scientist, präsentierten die selbst entwickelte „Fashion Creation App“, die generative künstliche Intelligenz nutzt, um Produktmanager*innen in der zeit- und rechercheintensiven Designphase zu unterstützen. Auf Basis von Textprompts und hochgeladenen Bildern oder Skizzen generiert die Anwendung fotorealistische Designvorschläge, die iterativ weiterentwickelt werden können und dann als Grundlage für Briefings oder weitere Diskussion dienen.

Innovation als langjährige Tradition
Diese Innovationsprojekte zeigen, welches Potenzial künstliche Intelligenz im E-Commerce und für das Kundenerlebnis bieten. Auch künftig wird die Otto Group gezielt auf Innovationen mit KI setzen - im Schwerpunkt in den sechs Bereichen Marketing, Produktentwicklung, Logistik, Customer Care, individuelle Produktivität und Verbesserung der Customer Experience. Die Cases sind Teil einer langen Tradition kundenzentrierter Innovationen, die die Otto Group nun auch zu einem KI-Vorreiter im Handel gemacht hat.


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